Worauf beim Kauf von Vogelfutter zu achten ist und praktische Tipps
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die Auswahl von Vogelfutter: Saatgutvielfalt, Pellets, frisches Obst/Gemüse, gefährliche Lebensmittel, Lagerbedingungen und die tägliche Reinigung der Futtertröge.
Ein gesundes und langes Leben von Heimvögeln hängt stark von einer nährstoffreichen täglichen Ernährung ab. Da Käfigvögel ihr Futter nicht wie in der Natur selbst suchen können, muss die Zusammensetzung des angebotenen Futters ausgewogen sein und all ihren Ernährungsbedürfnissen gerecht werden. Die stoffwechselbedingten Bedürfnisse von Arten wie Wellensittichen, Kanarien, Papageien oder Nymphensittichen unterscheiden sich voneinander; eine monotone Diät, die nur aus Sonnenblumenkernen oder Hirse besteht, kann nach einiger Zeit zu Mauserproblemen, Fettleibigkeit und einem geschwächten Immunsystem führen.
Saatgutvielfalt und die Rolle von Pellets
In einer sorgfältig zusammengestellten Kornmischung wird das Verhältnis von Saaten wie Hirse, Saflor, Hanf, Raps und Hafer auf die Vogelart abgestimmt – während Wellensittiche überwiegend gelbe/weiße Hirse fressen, benötigen größere Papageien größere Nuss- und Kernsorten. Es sollten staubfreie, glänzende Saaten bevorzugt werden; blass gefärbte, schimmlige oder hohle Körner sollten vermieden werden. Komprimierte Alleinfuttermittel, sogenannte Pellets, verhindern, dass der Vogel wählerisch nur seine Lieblingskörner frisst und andere wertvolle Nährstoffe liegen lässt; allerdings muss ein Vogel, der bisher nur mit Körnern gefüttert wurde, langsam durch schimmliges (Hinweis: im Original 'eski yemiyle yavaş yavaş karıştırarak' - das alte Futter wird gemeint) Mischen an Pellets gewöhnt werden.
Frischekost und gefährliche Lebensmittel
Frisches Gemüse wie Salat, Rucola, Brokkoli, geriebene Karotten und Zucchini ist ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung; nasses Gemüse, das gewaschen, aber nicht getrocknet wurde, kann jedoch zu Durchfall führen und sollte daher gründlich getrocknet und maximal ein paar Stunden im Käfig belassen werden – bei warmem Wetter muss es unbedingt am Ende des Tages entfernt werden. Avocados, Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Petersilienstängel und koffeinhaltige Getränke können eine schwer toxische Wirkung auf Vögel haben; auch Essensreste, salzige oder zuckerhaltige Snacks sind für den kleinen Stoffwechsel eines Vogels ungeeignet. Wenn eine neue Gemüse- oder Saatgutart ausprobiert wird, sollte die Umstellung schrittweise erfolgen, und bei Ablehnung durch den Vogel sollten andere Präsentationsformen ausprobiert werden.
Lagerbedingungen und Frische
Offenes, aus Säcken abgewogenes Futter hat ständigen Kontakt mit Luft und birgt daher Feuchtigkeits- und Schädlingsrisiken; Produkte in Wiederverschließbaren Beuteln oder Vakuumverpackungen behalten ihre Frische viel länger. Das nach Hause gebrachte Futter sollte an einem kühlen, trockenen Ort in luftdichten Glas- oder Hartplastikbehältern aufbewahrt werden, die keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind, um Vitaminverlust und Schimmelbildung zu verhindern. Wenn der Geruch des Futters sauer ist oder die Farbe verblasst, sollte diese Verpackung nicht mehr verbraucht werden.
Tägliche Futtertrogreinigung und Wasser
Vögel lassen die Schalen der gefressenen Körner auf der Oberfläche des Futtertrogs zurück; diese Schalen können den Trog voll erscheinen lassen, obwohl die Körner darunter bereits aufgebraucht sind. Es stellt sicher, dass frisches Futter sichtbar ist, wenn man jeden Morgen den Futtertrog überprüft und die Schalen durch Pusten oder Sieben entfernt. Da Futtertröge, die direkt neben dem Wassernapf platziert werden, durch Spritzwasser nass werden können, sollte bei der Anordnung im Käfig auf diesen Abstand geachtet werden; das Wasser sollte täglich erneuert und chlorfreies Trinkwasser anstelle von Leitungswasser bevorzugt werden. Wenn Sie bei Ihrem Vogel Appetitlosigkeit, nachlassende Federqualität oder Trägheit beobachten, empfiehlt sich ein Tierarztbesuch.
