Worauf man bei der Wahl von Katzenfutter achten sollte: Ein praktischer Leitfaden
Dieser Leitfaden behandelt den Nährstoffbedarf nach Lebensphase, das Lesen der Zutatenliste, das Gleichgewicht zwischen Trocken- und Nassfutter, die Lagerungsbedingungen und den Futterwechselprozess bei der Wahl von Katzenfutter.
Die Ernährung von Katzen bildet die Grundlage für ein gesundes und langes Leben. Der Stoffwechsel von Katzen, die zu den Fleischfressern (Karnivoren) gehören, unterscheidet sich stark von dem von Hunden und Menschen; da sie Aminosäuren und Fettsäuren wie Taurin, Arginin und Arachidonsäure nicht selbst in ihrem Körper synthetisieren können, müssen sie diese unbedingt über die Nahrung aufnehmen. Insbesondere ein Taurinmangel ist ein ernster Zustand, der bei Katzen zu Herz- und Sehproblemen führen kann. Während es in den Regalen und im Internet unzählige Futtermöglichkeiten gibt, sind Alter, Gewicht, Kastrationsstatus und das tägliche Aktivitätsniveau unseres pelzigen Freundes die ersten Faktoren, die bei der Futterwahl berücksichtigt werden müssen.
Ernährungsbedarf nach Lebensphase
Kätzchen benötigen in ihrer Phase des schnellen Wachstums viele Kalorien, Proteine, Calcium und Phosphor; in dieser Zeit sollte leicht verdauliches, speziell für Kitten formuliertes Futter bevorzugt werden. Bei kastrierten Katzen sinkt der Energiebedarf aufgrund hormoneller Veränderungen und die Neigung zur Gewichtszunahme kann steigen; Futter, das für diese Katzen hergestellt wird, unterstützt die Gewichtskontrolle in der Regel durch einen geringeren Fettgehalt und einen höheren Fasergehalt. Bei älteren Katzen muss man sich möglicherweise Futter mit speziellen Inhaltsstoffen zuwenden, die die Nieren- und Gelenkgesundheit unterstützen und die Verdauung erleichtern. Es wird empfohlen, bei fortschreitendem Alter Ihrer Katze oder bei beobachteten Gewichtsveränderungen einen Tierarzt bezüglich der Ernährungsroutine zu konsultieren.
Tipps zum Lesen der Zutatenliste
Die Zutatenliste auf der Rückseite der Futterverpackung gibt die klarste Auskunft über die Qualität des Produkts; die Zutaten sind nach ihrem Gewicht von viel nach wenig sortiert. An erster Stelle der Liste wird eine klare Fleischquelle wie Huhn, Lamm oder Fisch erwartet – anstelle allgemeiner Formulierungen wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist es aus Gründen der Zuverlässigkeit wichtig, dass genau angegeben wird, welches tierische Protein verwendet wurde. Da Katzen strikte Fleischfresser sind, sollte der Proteinanteil hoch sein und Füllstoffe wie Mais/Weizen/Soja sollten nicht an den ersten Stellen der Liste stehen.
Gleichgewicht zwischen Trocken- und Nassfutter und Wasseraufnahme
Trockenfutter hilft, die Zahngesundheit zu erhalten, und sorgt für Praktikabilität; Nassfutter hingegen unterstützt aufgrund seines hohen Wassergehalts die Harnweggesundheit, insbesondere bei Katzen, die wenig trinken. Katzen trinken aus einem Urinstinkt heraus nicht genügend Wasser aus stehenden Wasserquellen; dies kann insbesondere bei Katern den Boden für Harnwegsprobleme bereiten. Die ausgewogene Kombination der beiden Futterarten oder das Aufstellen von Wassernapf-Stationen/Trinkbrunnen an verschiedenen Punkten im Haus hilft dabei, den Wasserkonsum zu steigern; auch die getrennte Platzierung von Futternapf und Wassernapf wirkt sich positiv auf das Trinkverhalten von Katzen aus.
Lagerungsbedingungen
Die Fette in der Struktur von Trockenfutter oxidieren bei Kontakt mit Luft und Feuchtigkeit und verlieren ihren Geschmack sowie Nährwert. Große Verpackungen mögen zwar wirtschaftlich erscheinen, aber es ist notwendig, das Futter in luftdichten, fest verschließbaren, kühlen und trockenen Behältern aufzubewahren; die Wahl von Produktgrößen, die zum Verzehrzeitraum der Katze passen, verringert das Risiko des Verderbens.
Übergangsprozess und Portionskontrolle beim Futterwechsel
Plötzliche Futterwechsel können das Verdauungssystem von Katzen negativ beeinflussen und zu Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall führen. Beim Wechsel zu neuem Futter sollte das alte Futter schrittweise mit dem neuen gemischt werden; im Laufe von etwa 7 bis 10 Tagen wird der Anteil des alten Futters reduziert, während der Anteil des neuen Futters erhöht wird. Da Adipositas das Risiko von Gelenkproblemen und Diabetes erhöht, ist es notwendig, die Fütterungstabelle auf der Verpackung als Basis zu nehmen und die Portionen an das Gewicht und das Aktivitätsniveau der Katze anzupassen. Die regelmäßige Beobachtung der Fellqualität, des Energieniveaus und der Kotbeschaffenheit Ihrer Katze ist der sicherste Weg, um zu verstehen, ob das aktuelle Ernährungsschema geeignet ist.
